Eine GmbH benötigt eine Bankverbindung auf die Gesellschaft, nicht auf den Geschäftsführer als Privatperson. Ein kostenloses Privatgirokonto ist daher kein Ersatz für das Geschäftskonto. Bei der Auswahl muss die Bank ausdrücklich die GmbH oder GmbH in Gründung akzeptieren. „Kostenlos für Selbstständige“ bedeutet häufig nur für natürliche Personen und ist keine Zusage für Kapitalgesellschaften.

Gründungsphase oder BedarfVor dem Antrag klären
GmbH in GründungAkzeptiert der Anbieter die Gesellschaft bereits vor Handelsregistereintrag?
StammkapitalEinzahlung und geeigneter Nachweis für das Registerverfahren
VertretungGeschäftsführer, Unterschriftsregeln und wirtschaftlich Berechtigte
Laufender BetriebZahlungsanzahl, Lastschriften, Karten, Bargeld und Buchhaltung
Spätere ÄnderungenWeitere Geschäftsführer, Gesellschafterwechsel und Vollmachten

25.000 Euro Stammkapital sind keine Kontoführungsgebühr

Das gesetzliche Mindeststammkapital einer GmbH beträgt 25.000 Euro. Bei einer Bargründung müssen vor der Handelsregisteranmeldung insgesamt mindestens 12.500 Euro und auf jeden Geschäftsanteil mindestens ein Viertel geleistet sein; im konkreten Gründungsfall gelten die gesetzlichen Regeln. Dieses Kapital ist Gesellschaftsvermögen. Es ersetzt weder die laufenden Kontokosten noch darf es zur bloßen privaten Nutzung des Geschäftsführers vermischt werden.

Die Eröffnung braucht mehr als den Personalausweis

Banken prüfen die Gesellschaft, Vertretungsberechtigten und wirtschaftlich Berechtigten. Typische Unterlagen sind notarieller Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführerbestellung und später Handelsregisterauszug. Bei einer GmbH i.G. können zusätzliche Nachweise erforderlich sein. Komplexe Beteiligungen, ausländische Gesellschafter oder bestimmte Branchen müssen von dem gewählten Anbieter unterstützt werden; ein schneller Standardantrag garantiert keine Annahme.

Buchhaltung, Karten und Zahlungswege gezielt auswählen

Für eine GmbH sind Datenexport, Mehrbenutzerzugriff und eine klare Rechtevergabe oft wichtiger als eine private Prämie. Prüfen Sie außerdem Sammelüberweisungen, SEPA-Lastschrifteinzug, internationale Zahlungen sowie Karten für Mitarbeiter. Eine einfache Debitkarte deckt nicht jeden Bedarf an Reise- oder Einkaufslimits. Bargeldeinzahlungen sind bei digitalen Anbietern häufig ein eigener Kostenblock.

Erst Zulassung prüfen, dann Konto beantragen

Wählen Sie im Geschäftskontovergleich ausdrücklich die Rechtsform GmbH und, falls erforderlich, die Gründungssituation. Prüfen Sie den Anbieterrechtsträger und die Behandlung von Guthaben: E-Geld-Dienstleister und Banken können unterschiedliche Sicherungsmodelle haben. Für den privaten Zahlungsverkehr eines Gesellschafters ist ein separates Konto sinnvoll; es darf nicht mit dem Firmenvermögen vermischt werden.

Stammkapitalnachweis und laufender Zahlungsverkehr sind zwei Phasen

Für eine GmbH in Gründung ist wichtig, dass die Einzahlung rechtzeitig nachgewiesen werden kann. Danach muss das Konto weiterhin für Rechnungen, Steuern und gegebenenfalls Gehälter geeignet sein. Ein kurzfristig schnell eröffnetes Gründungskonto kann im laufenden Betrieb ungeeignet sein, wenn erforderliche Sammelzahlungen, Zugriffsrechte oder ausländische Zahlungswege fehlen. Fragen Sie vorab, welche Unterlagen nach der Handelsregistereintragung nachzureichen sind und ob der Kontoinhabername anschließend angepasst werden muss.

Zahlungsrechte im Unternehmen begrenzen

Geschäftsführung, Buchhaltung und Mitarbeiter benötigen nicht dieselben Rechte. Ein Leserechteprofil kann für die Buchhaltung genügen, während Zahlungen eine Freigabe der Geschäftsführung verlangen. Mitarbeiterkarten sollten eigene Limits und klare Zuordnungen haben. Gemeinsame Nutzung derselben Zugangsdaten ist weder eine nachvollziehbare Rechteverwaltung noch eine saubere Grundlage für interne Kontrolle. Prüfen Sie, ob das gewählte Paket mehrere Nutzer unterstützt oder dafür ein kostenpflichtiges Upgrade erforderlich ist.

Geschäftskontenvergleiche für Selbstständige helfen bei den allgemeinen Kostenblöcken. Für die GmbH bleiben die Rechtsform und Gesellschaftsunterlagen entscheidend; ein GbR-Konto ist wegen anderer Inhaber- und Vertretungsregeln nicht austauschbar.

Fragen zu Girokonto für die GmbH: Gründung, Stammkapital und laufende Kosten

Darf eine GmbH ein kostenloses Privatgirokonto nutzen?

Eine GmbH benötigt ein auf die Gesellschaft lautendes Geschäftskonto. Ein kostenloses Privatgirokonto eines Gesellschafters ist dafür keine geeignete Ersatzlösung.

Kann ein kostenloses Geschäftskonto auch für GmbHs gesperrt sein?

Ein kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler oder Einzelunternehmer ist nicht automatisch für eine GmbH zugelassen. Die unterstützten Rechtsformen sind vor dem Antrag zu prüfen.

Kann eine GmbH ihr Konto schon vor dem Handelsregistereintrag eröffnen?

Einige Banken ermöglichen ein Geschäftskonto für die GmbH in Gründung. Sie benötigen die verlangten Gründungsunterlagen; über die Kontoeröffnung entscheidet der Anbieter.

Wie viel Stammkapital braucht eine GmbH?

Eine GmbH benötigt mindestens 25.000 Euro Stammkapital. Bei der üblichen Bargründung müssen vor der Handelsregisteranmeldung mindestens 12.500 Euro und die weiteren gesetzlichen Mindesteinzahlungen geleistet sein. Das Gründungskonto dient zur Einzahlung und zum Nachweis des Kapitals.