Die Commerzbank verbindet ein bundesweites Filialangebot mit digitaler Kontoführung und dem Cash-Group-Automatennetz. Beim aktuellen GiroKonto kostet die Kontoführung grundsätzlich 4,90 Euro im Monat. Kostenlos wird sie bei mindestens 50.000 Euro berücksichtigten Vermögenswerten. Ein Gehaltseingang von 700 Euro allein genügt dafür nicht. Wer wegen eines älteren Gratisversprechens nach dem Konto sucht, sollte das heute angebotene Modell deshalb von seiner bisherigen Vereinbarung unterscheiden.
| Kontomodell | Kontoführung | Leistungsunterschied |
|---|---|---|
| GiroKonto | 4,90 € monatlich; Befreiung ab 50.000 € Vermögen | Digitales Basispaket mit Girocard/Virtual Debit Card |
| KlassikKonto | 9,90 € monatlich laut Preisverzeichnis | Mehr Schalterleistungen; Debitkarten für bis zu zwei Verfügungsberechtigte |
| Jugend-/Ausbildungskonto | Eigene Alters- und Ausbildungsvoraussetzungen | Nicht mit regulärem Erwachsenenkonto gleichsetzen |
Welche Vermögenswerte ersetzen die Kontoführungsgebühr?
Zum Schwellenwert zählen die Guthaben auf den unter einer Kundennummer geführten Giro-, Tagesgeld-, Festgeld- und Sparkonten sowie Depotvermögenswerte. Die Bank prüft am letzten Bankarbeitstag des Kalendermonats. Negative Girokontosalden werden bei dieser Berechnung nicht abgezogen. Wird die Grenze unterschritten, kann das Entgelt wieder anfallen. Ein Depotkursverlust kann deshalb relevant sein, obwohl Sie kein Geld abgehoben haben.
Cash Group nutzen, Schalterpreise mitrechnen
Im GiroKonto gehören Girocard beziehungsweise Virtual Debit Card und die digitale Kontoführung zum Paket. Für beleghafte Überweisungen sowie Bargeldein- oder -auszahlungen am Schalter nennt das Preisverzeichnis 3,90 Euro je Vorgang. Ein dichtes Filialnetz bedeutet also nicht, dass jede persönliche Transaktion im günstigen Modell enthalten ist. Regelmäßige Schalternutzung kann ein anderes Paket wirtschaftlicher machen.
Erfahrungen und Tests: welche Fragen Ihre Entscheidung tragen
Eine App-Bewertung beantwortet nicht, ob das Konto zu Ihrem Zahlungsverkehr passt. Vergleichen Sie den tatsächlich erreichbaren Beratungsweg, die Öffnungszeiten einer geeigneten Filiale, den nächsten passenden Automaten und die Gesamtkosten Ihrer Karten. Eine Testnote ist nur zusammen mit Testdatum, untersuchtem Kontomodell und dem bewerteten Nutzungsprofil aussagekräftig. Für eine Gegenüberstellung mit einem rein digitalen Angebot hilft Commerzbank oder C24.
Vom bisherigen Gehaltskonto zur neuen Bank
Sichern Sie Kontoauszüge und prüfen Sie die Konditionen Ihres konkreten Bestandskontos, bevor Sie zustimmen oder kündigen. Ein Wechsel erfordert eine neue IBAN bei Arbeitgeber und Zahlungspartnern; der Kontowechselservice unterstützt dabei. Lassen Sie genügend Guthaben für verspätete Lastschriften zurück und beenden Sie das alte Konto erst nach der Umstellung. Eine Prämie darf die laufenden Jahreskosten nicht überdecken.
Was eine einzelne monatliche Schalterüberweisung kosten kann
Im GiroKonto ergibt ein monatlicher beleghafter Auftrag zu 3,90 Euro zusätzliche 46,80 Euro im Jahr. Zusammen mit 58,80 Euro regulärer Kontoführung sind das 105,60 Euro, bevor weitere Leistungen hinzukommen. Bei digitalem Auftrag entfällt diese konkrete Belegposition. Das Beispiel erklärt, weshalb die Wahl des Überweisungswegs einen größeren Unterschied machen kann als ein kleiner Aktionsbonus.
Karten und Kontoauszug nicht aus einem anderen Paket übernehmen
Im KlassikKonto werden andere Leistungen gebündelt als im GiroKonto. Benötigen zwei Verfügungsberechtigte Karten oder nutzen Sie häufiger die Kasse, sollte die Preisrechnung beide Modelle mit identischem Bedarf vergleichen. Ein elektronisches Postfach spart nicht nur Papier: Es ist der vorgesehene Auszugsweg des digitalen Pakets. Wer Ausdrucke oder postalische Zustellung benötigt, muss deren Preis zusätzlich bestimmen. Auch eine automatische Kartenverlängerung ist von einer bewusst zusätzlich bestellten Kreditkarte zu unterscheiden.
Für die Gebührenbefreiung ist der richtige Kundennummernverbund wichtig. Ein Guthaben auf einer fremden Bank, ein Konto des Partners unter eigener Kundennummer oder beliebige Vermögenswerte außerhalb der beschriebenen Bankverbindung erfüllen die 50.000 Euro-Regel nicht einfach durch bloße Existenz. Wer die Schwelle nur knapp erreicht, sollte Kursschwankungen eines berücksichtigten Depots und den monatlichen Prüftermin einplanen.
Für einen geplanten Dispo und die Karte einer zweiten Person sind zusätzliche Vereinbarungen nötig. Der Dispo-Ratgeber und Partnerkarten und Mitinhaberschaft erläutern die jeweiligen Unterschiede.
Commerzbank: Girokonto-Angebote
Fragen zu Commerzbank Girokonto: Gebühren, Karten und kostenlose Kontoführung
Ist das Commerzbank Girokonto bei 700 Euro Gehalt kostenlos?
Beim aktuellen Commerzbank GiroKonto reicht ein monatlicher Gehaltseingang von 700 Euro nicht aus. Die Befreiung vom regulären Monatsentgelt von 4,90 Euro setzt mindestens 50.000 Euro berücksichtigte Vermögenswerte voraus.
Was kostet das Commerzbank GiroKonto im Jahr?
Das Commerzbank GiroKonto kostet ohne Gebührenbefreiung 58,80 Euro Grundentgelt im Jahr. Karten- und Serviceentgelte kommen je nach Nutzung hinzu.
Sind Commerzbank-Schalterleistungen im GiroKonto kostenlos?
Nicht generell. Das Preisverzeichnis nennt im GiroKonto unter anderem 3,90 Euro für eine Bargeldein- oder -auszahlung am Schalter und für beleghafte Überweisungen.
Gilt jede Commerzbank-Gebührenänderung automatisch für mein altes Konto?
Die Konditionen des bestehenden Commerzbank-Kontovertrags und wirksam vereinbarte Änderungen sind maßgeblich. Das aktuelle Neukundenmodell ersetzt nicht pauschal jede ältere Vereinbarung.
Bekommt jeder neue Commerzbank-Girokonto-Kunde 200 Euro?
Nein. Das direkte Angebot setzt die beworbenen bis zu 200 Euro aus 100 Euro Startguthaben und 100 Euro für eine spätere erfolgreiche Weiterempfehlung zusammen. Die eigene Kontoeröffnung erfordert für das Startguthaben unter anderem 24 Monate ohne Commerzbank-Girokonto, Onlineabschluss, aktive Nutzung und Werbeeinwilligung. Andere Vertriebswege haben eigene Angebote.

