Ein monatlicher Geldeingang ist nicht bei jeder Bank gleich definiert. Gehalt, Rente, Sozialleistungen und Überweisungen von einem anderen Konto können unterschiedlich berücksichtigt werden. Die Bedingungen für kostenlose Kontoführung und für eine Neukundenprämie müssen zudem getrennt gelesen werden.
Konkrete Grenzen statt pauschalem „regelmäßig“
| Angebot | Grundpreisbefreiung durch Eingang |
|---|---|
| ING | 1.000 € im Kalendermonat; zusätzlich Altersbefreiung unter 28 |
| Consorsbank! | 700 € monatlich; alternativ unter 31 |
| 1822direkt GiroDirekt | 700 € monatlich; alternativ unter 30 |
| DKB erstes Girokonto | 700 € monatlich; alternativ unter 28 |
| C24 Smart | Keine Eingangsschwelle für den Grundpreis |
Eine Überweisung kann zählen – muss es aber nicht
Die ING berücksichtigt mehrere Gutschriften zusammen, unter anderem Lohn, Rente, Kindergeld und andere Überweisungen. Eigene Überträge aus der ING-Kundenverbindung, Zinsen oder bestimmte Rückbuchungen zählen dagegen nicht. Bei anderen Banken können abweichende Ausschlüsse gelten. Deshalb darf eine Regel nicht allein aufgrund gleicher 700-Euro-Schwelle übertragen werden.
Für die DKB ist der Buchungstag entscheidend. Ein Auftrag am letzten Abend des Monats schafft nicht zwingend rechtzeitig eine verbuchte Gutschrift. Richten Sie Daueraufträge mit ausreichendem Abstand ein und betrachten Sie nach einem Kontowechsel den ersten vollständigen Kalendermonat.
Prämien verlangen häufig deutlich mehr
Beim aktuellen Consorsbank-Bonus sind drei aufeinanderfolgende Monate mit jeweils 1.500 Euro Fremdbankeingang erforderlich. Für die gewöhnliche Gebührenbefreiung reichen dagegen 700 Euro. Auch die Zahlungsart, Werbeeinwilligung und Frist können sich unterscheiden. Ein Konto kann daher ohne Grundpreis geführt werden, obwohl kein Bonusanspruch entsteht.
Was passiert in einem Monat ohne ausreichenden Eingang?
Bei einem bedingt kostenlosen Angebot kann der reguläre Monatspreis anfallen. Prüfen Sie in der Abrechnung, auf welchen Zeitraum er sich bezieht. Ist der Eingang dauerhaft unsicher, kann ein Konto ohne Mindestbetrag kalkulierbarer sein. Ein ständiger Geldkreislauf zwischen Konten sollte nicht nötig werden, wenn ein einfacheres Modell Ihren Zweck erfüllt.
Mehrere Zahlungseingänge und der richtige Kalendermonat
Wenn die Bank mehrere zulässige Gutschriften zusammenzählt, kann eine Summe aus Gehalt, Kindergeld oder anderen anrechenbaren Eingängen die Grenze erreichen. Prüfen Sie aber, ob bestimmte Arten ausgeschlossen sind und ob ein einzelner Auftrag oder eine Monatssumme verlangt wird. Eine allgemeine Eingangsbedingung ist nicht ohne Weiteres mit der Definition einer Prämienzahlung identisch.
Ein Zahlungseingang im falschen Kalendermonat kann die Preisbefreiung für den geplanten Monat verfehlen. Richten Sie wiederkehrende Überweisungen deshalb nicht unnötig auf den letzten Tag ein. Nach einem Feiertag oder einer Rückbuchung sollte die tatsächliche Buchung kontrolliert werden.
Jahresrechnung bei schwankendem Einkommen
Ein Beispiel: Wenn in drei Monaten die Gratisbedingung eines Kontos mit 4,90 Euro regulärem Monatsentgelt nicht erfüllt wird, entstehen 14,70 Euro Grundgebühr für diese Monate. Das kann dennoch günstiger sein als ein anderes Modell mit ständigem höheren Paketpreis. Bei zwölf Monaten ohne ausreichenden Eingang wären es dagegen 58,80 Euro.
Entscheidend ist also die realistische Häufigkeit, nicht nur ein besonders guter Monat. Wer dauerhaft unterhalb der geforderten Schwelle bleibt, sollte ein Konto ohne Mindestgeldeingang oder eine niedrigere passende Schwelle wählen.
Keine unnötigen Überweisungskreisläufe einrichten
Ein ständig zwischen mehreren Konten rotierender Betrag macht die Verwaltung aufwendiger und kann je nach Bedingungen ungeeignet sein. Prüfen Sie zuerst, ob der gewünschte Zweitkontozweck durch ein bedingungsloses Grundmodell einfacher erfüllt wird. Wenn eine Eigenüberweisung zulässig ist, muss sie trotzdem fristgerecht verbucht werden und darf keine anderen Zahlungsreserven gefährden.
Bei regelmäßig niedrigen Eingängen lohnt der Vergleich mit einem Girokonto ohne Mindesteingang.
Fragen zu Mindestgeldeingang, Gehalt und Eigenüberweisung unterscheiden
Zählt eine Eigenüberweisung als Geldeingang beim Girokonto?
Ob eine Eigenüberweisung als Mindestgeldeingang beim Girokonto zählt, hängt von Bank und Herkunft ab. Bankinterne Überträge zwischen eigenen Konten werden häufig ausgeschlossen.
Muss der Girokonto-Geldeingang immer Gehalt sein?
Der Geldeingang für ein kostenloses Girokonto muss nicht immer Gehalt sein. Manche Banken berücksichtigen Rente, Sozialleistungen oder andere zulässige Überweisungen. Eine ausdrückliche Gehaltsbedingung kann dagegen enger gefasst sein.
Reicht der Mindestgeldeingang auch für eine Girokonto-Prämie?
Der Mindestgeldeingang für kostenlose Kontoführung genügt nicht automatisch für eine Girokonto-Prämie. Bonusaktionen können höhere Beträge, Fremdbankeingänge, mehrere Monate und zusätzliche Einwilligungen verlangen.