Die Sparda-Bank Hamburg ist eine Genossenschaftsbank für Privatkunden. Ihr Sparda Giro kombiniert digitale Kontoführung mit persönlichem Service im Norden Deutschlands. Besonders interessant ist es als Gehalts- oder Rentenkonto: Bei passendem regelmäßigem Eingang entfällt die Kontoführungsgebühr. Die kostenlose Karte ist inzwischen die virtuelle girocard. Wer lieber eine physische Karte im Portemonnaie trägt, muss deren Jahrespreis zusätzlich berücksichtigen.

Gesetzlicher Einlegerschutz und BVR-Sicherung

Die Sparda-Bank Hamburg gehört zur BVR Institutssicherung GmbH und zur zusätzlichen freiwilligen BVR-Sicherungseinrichtung. Der gesetzliche Entschädigungsanspruch schützt grundsätzlich bis 100.000 Euro pro Person und Bank. Mehrere geschützte Kontoguthaben derselben Person bei der Sparda-Bank Hamburg werden dabei addiert. Genossenschaftsanteile sind dagegen eine Beteiligung und kein gesetzlich geschütztes Kontoguthaben.

Das kostenlose Sparda Giro braucht den richtigen Eingang

Die Gebührenbefreiung gilt bei regelmäßigem Eingang von Lohn, Gehalt oder Rente. Ohne diesen Eingang kostet die Kontoführung 5 Euro monatlich. Für weitere Girokonten nennt die Bank ebenfalls 5 Euro pro Monat. Ein zusätzliches Konto für Haushaltsausgaben ist deshalb nicht automatisch kostenlos, nur weil das Gehalt bereits auf einem anderen Sparda-Konto ankommt.

Bestandteil des Sparda GiroLaufende Kosten
Erstes Girokonto mit regelmäßigem Lohn, Gehalt oder Rente0 Euro Kontoführung
Konto ohne passenden Eingang oder weiteres Girokonto5 Euro monatlich
Virtuelle girocard0 Euro
Klassische girocard15 Euro jährlich
Optionale Mastercard oder Visa Kreditkarte30 Euro jährlich, Bonität vorausgesetzt

Beispiel: Wer sein Gehalt auf das erste Sparda Giro überweisen lässt und nur die virtuelle Karte verwendet, zahlt für diese Grundkombination keinen laufenden Preis. Mit physischer girocard sind es 15 Euro jährlich. Ohne anerkannten Eingang entstehen mit derselben physischen Karte 75 Euro pro Jahr: 60 Euro Kontoführung plus 15 Euro Kartenpreis. Eine zusätzlich gewählte Kreditkarte erhöht die Summe um weitere 30 Euro.

Virtuelle girocard oder klassische Karte im Alltag?

Die virtuelle girocard wird in der SpardaBanking App aktiviert und ermöglicht mobiles Bezahlen. Apple Pay und weitere digitale Zahlverfahren ergänzen das Angebot. Vor einer ausschließlich digitalen Nutzung sollten Sie überlegen, ob Ihre häufig besuchten Geschäfte die benötigte Bezahlart akzeptieren und wie Sie ohne verfügbares Smartphone bezahlen würden. Eine leere Batterie oder ein Geräteverlust sind praktische Gründe für eine zusätzliche physische Karte.

Die klassische girocard kostet 15 Euro pro Jahr. Für die HSV-Motivkarte kommt ein Aufpreis von 5 Euro hinzu. Die optionale Kreditkarte ist ein eigenständiger Kartenvertrag mit Bonitätsprüfung. Dass eine Kreditkarte gewünscht ist, bedeutet daher weder eine automatische Zusage noch, dass der Preis im kostenlosen Sparda Giro bereits enthalten wäre.

CashPool und Einkaufskasse statt beliebigem Automaten

Mit der klassischen girocard sind Abhebungen an Automaten der Sparda-Banken und des CashPools kostenlos. Für Ihren Wohn- und Arbeitsweg zählt deshalb die Lage passender Automaten, nicht nur die Zahl der Bankfilialen. Zusätzlich bieten viele Supermärkte beim Einkauf Bargeldauszahlungen an. Die Bank nennt beispielsweise Auszahlungen bis 200 Euro ab 5 Euro Einkauf; die tatsächlichen Teilnahme- und Kaufbedingungen des jeweiligen Händlers bleiben zu beachten.

Ein fremder Automat außerhalb des vorgesehenen Netzes kann eigene Entgelte verlangen. Kontrollieren Sie den angezeigten Preis vor der Bestätigung. Auf Reisen kommen zudem Kartenart, Landeswährung und gegebenenfalls Umrechnungskosten hinzu. Eine kostenlose inländische Bargeldversorgung ist keine pauschale Zusage für jede weltweite Auszahlung.

Welche Sparda-Kontovariante zu den Kartenwünschen passt

Sparda Giro

Geeignet für den gezielten Einstieg ohne Grundpreis bei passendem Eingang. Physische girocard und Kreditkarte werden einzeln bepreist. So bezahlen Sie nicht automatisch ein größeres Kartenpaket.

Sparda Horizont

Das andere Kontomodell kostet 6 Euro monatlich und enthält klassische girocard sowie Kreditkarte nach Bonitätsprüfung. Vergleichen Sie 72 Euro Jahresgrundpreis mit Ihrer tatsächlich benötigten Ausstattung des Sparda Giro.

Für junge Erwachsene gibt es außerdem das Sparda Young Horizont mit eigenen Altersbedingungen. Es ist nicht dasselbe Produkt wie das reguläre Sparda Giro. Wer nach dem Studium erstmals Gehalt bekommt, sollte daher sowohl die Altersgrenze des bisherigen Kontos als auch die Eingangsvoraussetzungen des neuen Modells beachten.

Hamburger Genossenschaft mit digitaler Kontoeröffnung

Das Kerngebiet umfasst Hamburg, Schleswig-Holstein und Nord-Niedersachsen. Über digitale Wege betreut die Bank auch Kunden außerhalb dieses Bereichs. Diese Konditionen dürfen nicht auf andere rechtlich selbstständige Sparda-Banken übertragen werden. Für die Eröffnung kommen Online-Antrag oder Filialtermin infrage. Für einen Termin nennt die Bank unter anderem Ausweis beziehungsweise Reisepass mit Meldebestätigung, Steuer-ID und die letzten drei Gehaltsabrechnungen.

Eine Genossenschaftsmitgliedschaft entsteht durch den Erwerb mindestens eines Anteils für 52 Euro. Das Geld ist eine Beteiligung, keine jährliche Gebühr; Ausschüttungen sind vom jeweiligen Beschluss abhängig. Prüfen Sie die Mitgliedschaftsunterlagen getrennt vom Kontovertrag. Als Privatkundenbank führt die Sparda-Bank Hamburg grundsätzlich keine Firmen- oder Geschäftskonten. Für betriebliche Umsätze ist ein Privatgirokonto deshalb nicht einfach die passende Abkürzung.

Sparda-Bank Hamburg: Girokonto-Angebote

Fragen zu Sparda Giro Hamburg: Kontoführung für 0 Euro mit Gehalt oder Rente

Wann ist das Sparda Giro der Sparda-Bank Hamburg kostenlos?

Bei regelmäßigem Lohn-, Gehalts- oder Renteneingang entfällt die Kontoführungsgebühr. Ohne einen solchen Eingang und für weitere Girokonten werden 5 Euro monatlich berechnet. Eine physische girocard kostet zusätzlich 15 Euro jährlich.

Welche Karte ist beim Sparda Giro Hamburg kostenlos enthalten?

Die virtuelle girocard ist kostenlos. Die klassische physische girocard kostet 15 Euro pro Jahr; eine optionale Kreditkarte 30 Euro pro Jahr. Virtuelle Karte und Plastikkarte haben deshalb unterschiedliche Kosten.

Kann ich das Sparda Giro Hamburg auch außerhalb Hamburgs nutzen?

Ja, die Bank betreut über digitale Wege auch Kunden außerhalb ihres Kerngebiets Hamburg, Schleswig-Holstein und Nord-Niedersachsen. Der konkrete Antrag muss angenommen werden; die Konditionen gelten nicht automatisch bei anderen Sparda-Banken.

Was kostet die Mitgliedschaft bei der Sparda-Bank Hamburg?

Ein Genossenschaftsanteil beträgt 52 Euro. Das ist eine Beteiligung an der Genossenschaft und keine laufende Kontoführungsgebühr. Die Dividende wird jährlich beschlossen und ist nicht garantiert.

Wo kann ich mit dem Sparda Giro Hamburg kostenlos Bargeld abheben?

Mit der klassischen girocard an Geldautomaten der Sparda-Banken und des CashPools sowie nach Händlerbedingungen an vielen Supermarktkassen. Ein beliebiger fremder Automat gehört nicht automatisch zum kostenlosen Netz.