Die PSD Bank Nürnberg ist eine genossenschaftliche Privatkundenbank. Mit dem PSD GiroDirekt bietet sie ein online geführtes Girokonto mit Zugang zum genossenschaftlichen Bargeldnetz und ergänzenden Bankservices. Der Kontopreis beträgt bei regelmäßigem anerkanntem Gehalts- oder Renteneingang 2,90 Euro monatlich. Es handelt sich somit um ein günstiges, aber nicht um ein grundsätzlich kostenloses Girokonto. Besonders wichtig für die Gesamtkosten sind die physische girocard und die Zahl Ihrer Bargeldabhebungen.

Der Kontopreis hängt vom anerkannten Eingang ab

Für das GiroDirekt nennt die Bank regelmäßige Gehalts- oder Rentenzahlungen, ohne eine allgemeine Mindesthöhe dieser Zahlungen festzulegen. Dazu zählen auch Beamtenpension, Sold, Elterngeld, BAföG und Krankengeld. Für Selbstständige werden Privatentnahmen ab 850 Euro für den Lebensunterhalt aufgeführt. Eine beliebige Überweisung von einem eigenen anderen Konto darf deshalb nicht ungeprüft als Gehaltszahlung behandelt werden.

Wer kein solches Einkommen auf das Konto leiten möchte, sollte vor dem Antrag klären, welches Kontomodell tatsächlich angeboten wird. Das Preisverzeichnis enthält daneben das PSD GiroKlassik für 4,90 Euro monatlich. Dieser Preis ist jedoch kein automatisches Versprechen, dass jede GiroDirekt-Konstellation ohne passenden Eingang einfach unverändert weitergeführt wird.

Mit Plastikkarte kostet das GiroDirekt 49,80 Euro im Jahr

BestandteilPreisAuf ein volles Jahr gerechnet
PSD GiroDirekt Kontoführung2,90 Euro monatlich34,80 Euro
Physische girocard V PAY15 Euro jährlich15 Euro
Digitale girocardKostenlos0 Euro
Kombination Konto plus eine physische girocardOhne zusätzliche Sonderleistungen49,80 Euro

Für elektronische Kontoauszüge im Online-Postfach fällt kein Entgelt an. Ein monatlicher Papierauszug kostet beim GiroDirekt dagegen 0,50 Euro zuzüglich Porto. Schon deshalb lohnt es sich, bei der Eröffnung die gewünschte Auszugsform bewusst auszuwählen. Eine zusätzliche Kreditkarte gehört nicht automatisch zum ausgewiesenen GiroDirekt-Grundpreis. Rechnen Sie eine tatsächlich gewünschte Kartenvariante und Auslandsnutzung gesondert hinzu.

13 freie Abhebungen pro Quartal: so funktioniert die Erstattung

Mit der girocard erstattet die PSD Bank Nürnberg für 13 Geldautomatenverfügungen je Quartal das Entgelt im BankCard ServiceNetz teilnehmender Genossenschaftsbanken. Die Erstattung betrifft das eigene Entgelt von 1,02 Euro pro Abhebung. Nach Verbrauch des Kontingents werden weitere entsprechende Auszahlungen mit 1,02 Euro berechnet. Abhebungen bei PSD Banken bleiben mit der girocard kostenlos.

Einmal pro Woche Bargeld

In einem Quartal mit 13 wöchentlichen Abhebungen nutzen Sie das freie Kontingent genau aus. Kommt noch eine weitere Auszahlung bei einer teilnehmenden VR-Bank hinzu, entstehen dafür 1,02 Euro.

Häufig kleine Beträge

Bei 20 entsprechenden Abhebungen im Quartal liegen sieben oberhalb des Kontingents. Das ergibt 7,14 Euro Zusatzkosten. Die Zahl der Vorgänge zählt, nicht die gleiche Gesamtsumme in größeren Einzelabhebungen.

An teilnehmenden Supermarktkassen ist ebenfalls Bargeldbezug möglich, häufig bis 200 Euro je Vorgang; ein erforderlicher Einkauf richtet sich nach dem Händler. Für eine Auslandsreise sollten Sie dagegen gesondert die eingesetzte Karte und die Währung prüfen. Fremde Automatenbetreiber können eigene Entgelte verlangen, die durch das inländische Freikontingent nicht pauschal abgedeckt sind.

Online-Banking, Karten und kurzfristige Überziehung

Das GiroDirekt unterstützt digitales Banking einschließlich Wero, Multibanking und mobiler Bezahlmöglichkeiten. Der Vorteil im Alltag besteht darin, Zahlungen und mehrere Konten in einer übersichtlichen digitalen Umgebung zu verwalten. Eine kostenfreie digitale girocard ersetzt jedoch nicht in jeder Situation eine physische Karte: Insbesondere die gewünschten Bargeldwege und Händlerakzeptanz sollten vor dem Verzicht auf Plastik feststehen.

Der variable Dispozins beträgt derzeit 7,64 Prozent pro Jahr; die Zinsen werden vierteljährlich belastet. Ein Kreditrahmen bleibt eine Kreditentscheidung und ist kein zusätzliches Guthaben. Als überschlägiges Beispiel kosten 500 Euro Überziehung über 30 Tage bei diesem Zinssatz rund 3,14 Euro, wenn mit 365 Tagen gerechnet wird. Die genaue bankvertragliche Zinsberechnung und Änderungen des variablen Satzes können davon abweichen.

Gehalt umstellen, bevor das bisherige Konto geschlossen wird

Nutzen Sie das GiroDirekt als neues Hauptkonto, gehören Arbeitgeber oder Rentenzahlstelle, Vermieter, Energieversorger und weitere Lastschriftgläubiger auf die Wechsel-Liste. Der digitale Kontowechselservice kann die Benachrichtigung erleichtern. Prüfen Sie anschließend trotzdem selbst, welche Zahlungen bereits auf der neuen IBAN ankommen. Ein vollständiger Gehaltsmonat mit funktionierenden Lastschriften ist aussagekräftiger als die bloße Bestätigung des neuen Online-Zugangs.

Für den Antrag werden persönliche Angaben und eine Identifizierung benötigt. Ein gewünschter Dispokredit erfordert zusätzlich die entsprechende Kreditprüfung. Wer bereits ein Jugendkonto besitzt, sollte Altersgrenze und spätere Umstellung kontrollieren; die kostenlose Jugendvariante und das kostenpflichtige GiroDirekt sind unterschiedliche Kontomodelle. So lässt sich der Jahrespreis für die eigene Lebensphase verlässlich planen.

PSD FreundschaftsWerbung: 50 Euro bei einem empfohlenen Gehaltskonto

Für eine erfolgreiche GiroDirekt-Empfehlung sind 50 Euro Werbeprämie vorgesehen. Die geworbene Person muss innerhalb von drei Monaten über den persönlichen Weiterempfehlungslink ein Gehaltsgirokonto eröffnen; mindestens zwei Gehalts- oder Renteneingänge müssen folgen. In den letzten zwei Jahren darf sie keine Konten bei der PSD Bank Nürnberg geführt haben.

Empfänger der 50 Euro ist die empfehlende Person. Der für mehrere Produkte beworbene Höchstbetrag von 100 Euro bezieht sich auf andere Voraussetzungen, etwa eine Baufinanzierung, und darf nicht als GiroDirekt-Neukundenbonus übernommen werden. Ein normaler Direktantrag und eine persönliche Weiterempfehlung sind unterschiedliche Wege. Für eine mögliche Kombination mit einer anderen Aktion ist eine ausdrückliche Zusage nötig.

PSD Bank Nürnberg: Girokonto-Angebote

Fragen zu PSD GiroDirekt: das Girokonto der PSD Bank Nürnberg für 2,90 Euro

Ist das PSD GiroDirekt bei der PSD Bank Nürnberg kostenlos?

Nein. Bei regelmäßigem anerkanntem Gehalts- oder Renteneingang kostet die Kontoführung 2,90 Euro monatlich. Für die physische girocard fallen zusätzlich 15 Euro jährlich an; das ergibt 49,80 Euro im Jahr für diese Kombination.

Welche Geldeingänge zählen beim PSD GiroDirekt?

Neben Gehalt und Rente nennt die Bank unter anderem Pension, Sold, Elterngeld, BAföG und Krankengeld. Bei Selbstständigen sind Privatentnahmen für den Lebensunterhalt ab 850 Euro genannt. Für die übrigen anerkannten Gehalts- und Renteneingänge besteht kein pauschaler Mindestbetrag.

Wie oft kann ich beim PSD GiroDirekt kostenlos Bargeld abheben?

Mit der girocard sind 13 Abhebungen pro Quartal bei teilnehmenden Banken im BankCard ServiceNetz über die Entgelterstattung enthalten. Weitere entsprechende Abhebungen kosten 1,02 Euro. Bei PSD Banken sind girocard-Abhebungen grundsätzlich kostenlos.

Was kostet die girocard zum PSD GiroDirekt?

Die physische girocard kostet 15 Euro pro Jahr. Die digitale girocard ist kostenlos; beide Ausführungen sollten bei der Entscheidung über Bargeld und mobile Zahlungen getrennt betrachtet werden.

Welche Einlagensicherung hat die PSD Bank Nürnberg?

Die PSD Bank Nürnberg ist der BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen BVR-Sicherungseinrichtung angeschlossen. Gesetzlich sind grundsätzlich bis 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt, einschließlich weiterer geschützter Einlagen bei derselben Bank.